Fred


He was like the new kid on the block in downtown San Francisco. He wore his white suit, that did not have a single white spot any longer, it was sweaty and smelly. His sophisticated manners revealed his noble origin. Yet, striders avoided getting too close to him.

He roamed the streets as the displaced scrambling for food in the waste containers would haste away when he approached them. No one would dare defy his claims, though he wrangled himself to adapt to the unreceptive environment.

His hunting ground glided off the North Pole. He was Fred, a Polar Bear.

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Die Reise


Ich zog die Gardinen des Hotelfensters zurück, das Zimmer hellte sich auf, die warmen Sonnenstrahlen drängten durch die Haut.

Ich holte mir ein buntes Polohemd aus dem Gepäck.

Im kompakten Mietwagen bog ich meine langen Beine zusammen, dann traten wir die ersehnte Tour durch das unbekannte Bergland an. Zügig fuhren wir durch die allzu steilen Straßen. Beim Klettern wurde der Blechkasten merklich langsamer. Dafür raste er mit wahnsinniger Eile bergab. Mein Herz hämmerte hart gegen den Magen. Ich bereute es, überhaupt eingestiegen zu sein.

Endlich blieb der Wagen schnaufend stehen.

Ich schwöre, in eine Achterbahn steige ich nie wieder ein.

Sparmaßnahmen


Sparmaßnahmen

Bild: pixabay.com
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Beim kalifornischen DMV windet sich die Kundenreihe um das Gebäude herum, wie eine dahinkriechende Schlange.

Die Beamtin Mary müht sich lustlos hinter dem Tresen ab.

Bei jedem Klienten überprüft sie, ob das richtige Formular vorliegt, ob es vollständig ausgefüllt ist, ob der Antrag auf Führerschein rechtens ist. Sie heftet Akten ab, lichtet Passbilder ab, nimmt Fingerabdrücke ab.

Apathisch quält sie sich durch die Minuten des Tages, dabei macht sie einen Patzer nach dem anderen. Aufgrund der Sparmaßnahmen im Staatshaushalt sind die Planstellen halbiert worden, leere Stellen verbleiben leer.

Die Tüchtigen finden anderswo leicht einen Job, nur Mary bleibt beim DMV.

 

Die waltende Stimme


Wir bewegten uns auf dem Berlinertordamm in Richtung Borgfelderstraße. Die Hitze lag flimmernd über dem Straßenpflaster. Aber die gebietende Frauenstimme kommandierte unbarmherzig,

“…noch acht Kilometer geradeaus“.

Wir standen seit frühmorgens auf den Beinen und die Erschöpfung machte sich in unseren Gemütern bereits deutlich bemerkbar.

„Wir kippen alle gleich um.“, murmelte eine Kollegin hinter mir.

Ich sehnte mich nach dem Feierabend bei einem kühlen Glas Alsterwasser. Schließlich befanden wir uns auf der Billstedter Hauptstraße. Unser Ziel war schon deutlich zu erkennen.

„Jetzt sind wir da.“, atmete ich erleichtert auf.

Ich drehte den Zündschlüssel herum und endlich verstummte auch dieses nervige Navigationsgerät…

©Merrill Lyew 2016